Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 17. März 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-03-17.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F32-C.
17/3 Vm. bei Richard, der mir von seinen Berliner Filmunterhandlungen erzählt.―
Dictirt Briefe (Gerh. Hauptmann Buch etc.) Aphor.
― Nm. mit Heini der Lili Oxfordsymphonie von Haydn vorgespielt.―
Am Verf. ziemlich vergeblich. Die melancholischen Märztage.― Keine directe Nachricht von O., die den Kindern aus München leidlich heitre Briefe schreibt … Dieses Schweigen erhöht das Gefühl meiner Einsamkeit. Dabei nach wie vor ein Zusammenleben unvorstellbar;― ja noch fortdauernd das Gefühl der Befreitheit.
― Heini mit seinem Collegen Schwarz tragen mir ihre Wanderbühnenschmerzen vor.―
Beende Lecture von Gabriele Reuters Selbstbiografie; feines Buch.―
Las selbstbiogr. von Whitman.―
Begann heute Scherrs Dtsch. Culturgeschichte.―
Das Renaiss. Tagebuch von Infessura lese mit Mißvergnügen. Wenn man nicht die schönen Bilder sieht … wird es eine dunkle und böse Zeit.