Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 24. März 1920, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1920-03-24.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0C5F-E.
24/3 Costümprobe. Stimmungslos.―
Teleph. Auskunft aus Salzburg Bristol, O. nach Bayern abgereist.
Briefe von O.; Liesl (nach Krell) doch schlechter,― „es säh nicht aus, als ob sie diese Attacke aushalten würde, könne aber noch Wochen dauern“;― O. wird also jedenfalls hinreisen. ― Im 2. Brief Stellen wie „Nur meine Kinder hab ich noch“ … „alles andre hat nicht Stand gehalten …“ „wir werden auch nach außen ins klare kommen müssen ― gerade jetzt, es geht schon in einem“,― „verliere zweierlei Heimat auf einmal …“.
Was soll man gegen diese Einsichtslosigkeit ― diese Ungerechtigkeit thun?― Liest man den Brief;― als hätte ich die Verbindung gelöst ― ich von ihr beansprucht ― was sie von mir …― Kann mich zu keinem Brief entschliessen, telegrafire immer nur.―
― Kolap bei mir; Briefe dictirt ― und gesprochen.
― „Welt im Licht“ von Kerr zu Ende.―