Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 23. Mai 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-05-23.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0855-C.
23/5 früh ein sonderbarer Anfall von Sehstörung ― Einschränkung des Gesichtsfeldes; die Gesichtszüge, insbesondre O.’s verzerrt ― ich im Spiegel meterweit entfernt; Richard und Kolap kamen dazu; ich war sehr erregt; nach einer halben Stunde alles wieder normal; mit Richard in seinen Garten;― er spricht köstlich über Hunde, Vögel; der entlaufene und wieder zurückgekehrte Boy; später kommt O.―
Nm. Graesler Correctur.― Olga D., in Schwesterntracht zum Thee, von Stephi.
Herr B. Harz aus Berlin, der u. a. den Singerschen Verlag kauft; Vertragsbesprechung „Reigen“. Allgemeines über Verlagsverhältnisse und Krieg. Machte mir einen guten höchst jüdischen Eindruck.
Ins Regina; mit O. und Vicki dort genachtm. Vicki erzählt von dem gestrigen Nachtm. beim Steinböck, wo er U. zum ersten Mal sprach ― und über das Thöricht-Taktlose seiner Reden erstaunt war. U. a. fragte er (vor der Ama, die nun die ganze Wahrheit weiß ― U. sagte sie ihr in St.s Zimmer) ― War St. eigentlich eine treue oder eine treulose Natur ― Die Katastrophenfamilie.