Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 5. August 1928, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1928-08-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-184D-4.
5/8 S.― Mit C. P. Lusthaus gefahren;― in den Auen spazieren. War dort mit Lili 16. Mai 1920.― C. P. sehr darnieder. Wünsche, dass auch sie für ein paar Wochen fortgeht; Erholung Land ― sie will absolut keine mat. Hilfe für diese Zeit. Sie ist voll Mitgefühl;― und doch ist ― am stärksten in ihr ― die Kränkung ― dass ich bei O. nun tiefer attachirt, als bei ihr.― Regen.
― Nm. las ich die Tagebücher Lili 1919, 20, und 1922.― ― Welche Glücksgefühle 22,― welches Bewußtsein der Jugend, des Glücks; dabei gelegentlich spielerisch Selbstmordgedanken, die aber heftig abgelehnt werden. Der Grundton das Bewußtsein, dass sie begnadet ist vor vielen, und „jung, jung, jung“.―
― O. sass lang bei mir gegen Abend ― Arnoldo dazu,― wir in meinem Erker.
Später, n. d. N. mit Heini, der den ganzen Tag viel Bibliothek geordnet;― Nachlassgespräche.― In seiner Haltung, seinem Verstehn, seiner Klugheit welch ein Glück in diesem Unglück. Ich danke dir mein geliebter Sohn!―