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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 21. März 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-03-21.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-10A3-9.

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Chronik

Mittwoch, 21. 3. 1923

Aufenthaltsorte
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Rudolph Kayser an Arthur Schnitzler, 21.3.1923

  • Kayser, Rudolph

Quelle: Hermann Bahr, Arthur Schnitzler. Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente 1891–1931. Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein Verlag 2018

Kino

Schnitzler im Wiener Bioscop / Kruger Kino, 21. März 1923

Quelle: »A. ist manchmal wie ein kleines Kind«. Clara Katharina Pollaczek und Arthur Schnitzler gehen ins Kino. Herausgegeben von Stephan Kurz und Michael Rohrwasser unter Mitarbeit von Daniel Schopper. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag 2012.

Weiteres

Mittwoch, 21. März 1923

21/3 Vm. bei Gisa. Banken.―

Bei V. L.; innerlich näher als je.―

Begegnung in einer Buchhandlung, wo ich ein kleines Josef-Büchl (Schneidawind) kaufte, mit Hr. Klarwill, der mich fragt, ob ich ein Kaiser Josef Stück schreibe?, und mir Hrn. v. Portheim (Josef-Sammler) empfiehlt.

Den Nachm. vertrödelt, „Garçonne“ von Margueritte ausgelesen;― ein mittelmäßiges Buch, mit eingesprengten „pornograph.“ Stellen, die Sensation gemacht haben.

― Zu Alma Mahler ― niemand da; hatte mich im Zug geirrt, der erst um 10 kommt;― gehe mit Lili und Wucki ins Krugerkino („My boy“);― dann zu Alma zurück;― nach wenigen Minuten schon erscheint Olga mit Heini, der sie abgeholt;― elegant, ganz gut aussehend; fremd und bekannt zugleich. Wir leisten ihr beim Essen Gesellschaft, auch zeitweise Alma und Werfel; sie hat uns Bücher, Chocolade gebracht, zeigt uns die Pläne ihres Häuschens,― erzählt von der Einrichtung, den Zubauten, zeigt uns auf dem Plan „unsre“, meine und der Kinder Zimmer, spricht von Gundolf, dem Kreis um ihn; u. s. w.;― ist „Provinzlerin“, will ins Theater,― z. B. morgen zu Keith, ich rathe ihr ab, da es doch nicht angenehm sein könne,― alle die von ihr gehassten Leute wieder zu sehn;― sie: „Ich fürcht mich nicht … die sollen sich vor mir fürchten.“ ― Dazu haben sie eigentlich keinen Grund … sage ich.― Das Gespräch leicht, humoristisch, sie ist zärtlich mit den Kindern; auch mit mir ― soweit es meine Reservirtheit zulässt;― ich fahre mit den Kindern im Auto heim; Lili, die spürt, was in mir vorgeht, legt die Hand auf meine.