Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 4. Dezember 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-12-04.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1038-3.
4/12 Träume: Bin irgendwo, in einer Stadt mit O. und den Kindern zusammen … es fällt mir ein, morgen ist der 9. August, Olgas Geburtstag (eigentlich Heinis!) ― Olga sagt (in Beziehung darauf), sie könnte ja bis Dinstag bleiben, ich stimme zu;― ein großer Saal, Vorführung von Filmaufnahmen bevorstehend, Sitzreihen, die erste leer, Ibsen Björnson u. a. werden erwartet, ich bin begierig, wie sie sich zu den Filmaufnahmen ihrer Stücke verhalten werden ― frage (mich?) ob auch die Wildente verfilmt wurde;― eine Gallerie, Chor, durch eine riesige Glasscheibe in einen Raum seh ich, wie in eine übrigens unsichtbare Kapelle,― Wirbel von regenbogenfarbnem Staub ― irgendwie eine Probe für eine Vorführung?―
Dictire Briefe, Tgb., aphoristisches, Fr. d. R.―
Mit Kolap über die Schwierigkeiten der bald bevorstehenden Wochen.―
Versuche Fr. d. R. weiter; fast ganz arbeitsunfähig.
H. K. bei mir; wie viel nette Eigenschaften ― und doch wie unzulänglich.―
Lili zeigt mir mathem. Aufgaben, ich ihr Schulhefte ―
Nachtmahle allein (Heini „Weber“).― Wie manchmal phantasirt auf dem Clavier; tiefe Melancholie, die sich in Thränen ― nicht löste.