Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 16. Juli 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-07-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0E3E-1.
16/7 Brief von O.; der von Ergebenheit in das Gesetz der Entwicklung, Heiterkeit u. ähnl. spricht;― ich fühle, wie sie nie verstehen wird, was geschehn ist;― und zugleich, daß von allen Frauen,― trotz allem, ja trotz ihrer fast großartigen Einsichtslosigkeit;― sie irgendwie das höchste … nein, nein, aber ein besondres Niveau vorstellt. Immer wieder ― wenn sichtbare Zeichen ihres Daseins und Wesens kommen: Nervosität, Bitterkeit, Erbitterung bis zu Herzschmerzen und Thränen;― dabei Sehnsucht nach der Olga von einst ― (dieses „einst“ ist allerdings weit zurück zu versetzen);― Gefühl der Befreiung und der Leere zugleich.
Vorm. bei Dir. Stern (Allianz);― er will einen Schleier der Pierrette Film machen. Besprechung.―
Nm. alte Beatrice Entwürfe (das alte Wiener Stück) durchgesehen.
H. K. bei mir;― zum Theil hübsch,― zum Theil melancholisch, zum Theil lächerlich.― ―
Else Speidel, ich solle n. d. N. zu Schmutzers; kam hin, Speidels, Elschen; langweilte mich.