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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 26. Dezember 1920, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1920-12-26.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D74-4.

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Chronik

Sonntag, 26. 12. 1920

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Wiener Schnitzler
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Sonntag, 26. Dezember 1920

26/12 Trotzdem ich kaum 4 Std. geschlafen, doch ein verhältnismäßig bessrer Morgen, wie natürlich nach einem Anfall wie gestern.―

Nebel, Regen; Koth;― auf der Wieden, wegen R. L. nachfragen, die seit 8 Tagen sich nicht sehen läßt (auch im Sanat.). Nicht daheim ― Im Hinfahren Ludaßy und Olga L.;― Familiensachen; die Finanztalente.― Richard Strauß eben aus seinem Hause, wie ich vorübergehe (Mozartgasse);― von seiner Amerikafahrt „man kann doch nur in Europa leben“.― Strassni in der Stadt;― er beklagt das Zugrundegehen? des Burgtheaters; bolschewistische Strömungen; Hocks Streberei, Opportunismus … In der Tram mit dem Schauspieler Kirschner. Erzählt mir von der Verfilmung des vierten Gebotes ― Aufnahme der Hinrichtung;― das Benehmen der dazu engagirten Volkswehrleute,― von den acht Gewehren ― geht keines los! Unsre republ. Armee!

Nm. am Weiher.―

Georg Seybel besucht mich.

Vor dem Nachtm. eine Weile bei Schmidl’s.―