Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 11. Dezember 1920, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1920-12-11.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D65-5.
11/12 Vm. bei Gisa. Im Grund nichts neues. Die Gerüchte von der bevorstehenden Scheidung seit Herbst vor. Jahres;― genau, wie ichs ihr prophezeit;― ganz allgemein. Die allgemeine Stimmung gegen sie, wie nicht anders möglich ― auch wenn sie sich nicht durch ihr ganzes Gebaren und Verhalten ins Unrecht gesetzt hätte. Gisa muß sie vertheidigen (ihr Wesen). Das groteske bleibt, daß gewiß zu 9/10 O. selbst durch ihr Herumreden an dem allgemeinen Geschwätz schuld. Die „Oeffentlichkeit“ setzt ganz deutlich ein: von ihrer Reise nach Salzburg August 19 (wie hatt ich sie gewarnt!), und unserm Besuch auf dem Kreuzberg bei Alma, der O. ihr Herz ausschüttete.―
Nm. Paul Friedmann; wegen Inscenirung des Reigen.
Am Weiher ― so gut und schlecht es eben ging.
Schott kam; wegen des Medardus Film.―
Im Kino. (Erster Theil von „Herrin der Welt“.) ―