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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 22. April 1919, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1919-04-22.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0B0F-9.

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Dienstag, 22. 4. 1919

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Dienstag, 22. April 1919

22/4 Besorgungen (im Schneegestöber) ― Intendanz;― Dr. Winter etwas süß, aber freundschaftlich ― was mit Leb. Std.,― Beatrice sei! … Im Volksth. Mit Bernau über Reigen; Besetzungsfragen. Salten kam dazu; trug sich gleich für die Regie an.

Nm. kam Richard und Paula;― las uns einen Brief Hugos vor, ganz krankhaft in seinem verbissenen Aerger über Richards Erfolg. Auch ich hatte morgens einen von ihm erhalten, etwas sentimental. Er liegt, mit Rippenfellreizung.

Z. N. Stefan Zweig, der 1½ Jahre in der Schweiz war. Hat sich nun ein Haus auf dem Kapuzinerberg gekauft. Erzählt von den Schieberzuständen auf polit. und andern Gebieten, z. Th. amüsantes. Auch von seinen Beziehungen zu Rolland u. a. Er hat gute Tendenzen; ist aber gewiß nicht ein „wahrhaftiger“, oder gar reiner Mensch. Zutiefst in ihm ein Stück Renegatentum.