Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 10. Juni 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-06-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-09D3-C.
10/6 Um 5 erwacht, mit steigernd-unerträglichen Kopfschmerzen.― Wirtschaftl. Köchinwechsel-calamitäten.―
Briefe dictirt;― dann rief uns O.; sang uns, von Gelbard begleitet, sehr schön Amneris vor, und Strauss Lieder.― Mit der Gutheil, die ihr telef., will sie morgen, sich Rats zu erholen, reden.― Kolap kommt in Thränen, aus ihrem Boudoir. „Wie mich diese Frau aufregt …“ ― O. sagt ihr, „es bereiten sich große Dinge vor ―“. K. Fort ―? O.: „Er will es ja ―!“ ― (Versucht die Sache nun K. gegenüber halb unbewußt so zu wenden, als ― wolle ich ― ihre Carrière! nicht dulden;― sich vorläufig nicht äußernd,― was mit der Carrière für sie noch mitspielt.―)
Nm. mit O. ein verhältnismäßig ruhiges aber resultatloses Gespräch über die absolute Unhaltbarkeit unsrer Beziehungen.―
N. d. N. bei Schmutzers, mit O., im Garten; Hr. Fr. v. Parnegg.―