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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 24. Dezember 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-12-24.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-092B-B.

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Chronik

Montag, 24. 12. 1917

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Rudolph Lothar, 24. 12. 1917

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Hrsg. v. Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik und Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984. (PDF unter: https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/)

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Montag, 24. Dezember 1917

24/12 Nach dem Aufstehen ein Schwindelanfall, gleich vorübergehend, ohne weitere Symptome (Labyrinth?)―

Brief von Lothar ― wegen „Cajetan“; ganz gutmütig; ich erwiderte freundlich-herzlich.― Dictirt Briefe etc.

Kolap zu Tisch.―

Bescheerung. Kolap, Leo, Arthur Kfm., Kara Leitner, Gustav ― Erinnerung ans vorige Jahr; Stephi, die den Baum noch geschmückt hatte; dieselben rothen Kerzchen.― Ich bekam von O. d’Ora Photographien, eine in schönem Rahmen u. a., von Kara Virginier; etc.― Die Herren bekamen ― Brode von uns.―

Arth. Kfm. einiges über seine Philosophie. Immer deutlicher spricht sich aus, daß jener Anfall im Sommer die Geburtswehen seines neuen Gedankens bedeutet ― was ich schon damals ahnte. Ich rathe ihm zu einer „Vorläufigen Mittheilung“; er will aber ― und währte es auch Jahre, gleich das ganze geben.―

Abend z. N. bei Julius’.― Familie. Hans aus Nisch; Karl aus Böhmisch Brod da;― bessere Stimmung im ganzen, auch rings im Weiten. Die Friedensverhandlungen in Brest Litowsk mit Rußland. Das Souper fast friedensmäßig, mit Champagner. Karl erzählt allerlei komische Militärgeschichten von Tachinirern, Plattenbrüdern, Deutschmeistern.

Daheim allerlei lustige Bosheiten, in Heinis Zimmer; über Hans Altmanns und Hajeks Manieren.

Esmond von Thackeray weitergelesen, und Schiller Goethe Briefwechsel, zum 2. Mal.―