Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 8. Dezember 1916, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1916-12-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-07AF-8.
8/12 Traum: Komme auf die Poliklinik, die aber aussieht wie das akad. Gymn. ― oder das neue anatom. Institut, suche meinen Vater, der nicht da, es ist leer, natürlich der Krieg,― ich erwäge, dass ich ja hier meinen Dienst ableisten könne. (Quellen: Olgas Angina;― Poliklinik und Gymnasium als Jugendeindrücke schieben sich zusammen;― Vater kehrt immer wieder.) ―
Karl und Annie kommen; Karl erzählt allerlei vom Krieg, der Heldenlüge und anderm desgleichen.
Nm. Prof. Ehrlich, klugschwätzend.―
Norbert Jacques zum Thee; erzählt von Kriegslieferanten, Kriegsministerium; geschäftmachenden Aristokraten;― das Champagnerfrühstück bei Kahn’s während des kaiserl. Leichenbegängnisses,― die Gesellschaft dort, Offiziere, Fürsten, Grethe Kainz etc.― Über die Schweiz, ihre Neutralität, Deutschfreundlichkeit etc.
Mit Heini 3 Mendelssohnouverturen.―