Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 10. Dezember 1912, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1912-12-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-01FE-5.
10/12 Dictirt „Komödiantin“ und eine Skizze (Scenarium) zu einem Lustspiel, das ich nie schreiben werde, „Ferien“.
Las (Mscrpt.) Gedichte und Sprüche von Ottmer, nicht ganz unbegabt.―
Stephi zum Nachtmahl; einige beßre Aussichten finanziell; sie ganz gut aufgelegt.
Sehr charakteristisch zum Capitel „Literatur und Judentum“ E. Jacobs Kritik in der D. M. Z…. „enthusiastisch“ sozusagen ― aber mit ewigen Entschuldigungen und Einschränkungen … „man zögert …“ „ich überschätze hoffentlich nicht …“.
― Frl. Anna Bernhardi sendet mir Stammtafel ihrer Familie und bittet mich in wahrhaft unverschämter Naivetät,― ich solle Bernhardi in Bernhardy ändern ― da, trotz allem Mangel an Antisemitismus einige Mitglieder ihrer Familie es doch als „peinlich“ empfinden daß der Name eines jüdischen Arztes als Theaterhelden etc.