Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 29. November 1912, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1912-11-29.html (Stand 13. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-01F3-0.
29/11 Berlin. Die Kritik im ganzen gut; Berl. Tgbl. (Engel) am schwächsten.―
Mit O. zu Barnowsky, der sehr zufrieden.―
Im Kaiserhof mit Julius und Helene gegessen.
― Nm. mit O. zu Frau Wolff (der Concertbureauinhaberin), Thee, mit Leo Blech und Frau.―
Zu Justizrath Jonas. Die Frau in Thränen. Als sie mit mir allein war … „Er (Brahm) sagte mir … Es ist doch nichts ― warum hast du denn thränenfeuchte Augen.“ ― „Er war ja mein ganzes Leben …“ ― Frau Deutsch, die Schwester der Frau Jonas. Bittre Bemerkungen über Hauptmann; vielleicht nicht durchaus gerecht. Immerhin … „Der Dichter des Mitleids …“
O. ins Concert Messchaert; ich allein durch den Thiergarten ins Hotel, Worte für Brahms Trauerfeier bedenkend.―
Im Esplanade soupirt mit O., und Frau Wolff sammt Verwandten.