Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 5. Jänner 1911, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1911-01-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FF3D-3.

Download

Chronik

Donnerstag, 5. 1. 1911

Aufenthaltsorte
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 5.1.1911

Quelle: Hans Peter Buohler: Arthur Schnitzlers »Medardus Affairen« Teil 1: Korrespondenzen. In: Hofmannsthal-Jahrbuch ⋅ Zur europäischen Moderne, Jg. 19 (2011), S. 79–215.

Weiteres

Donnerstag, 5. Jänner 1911

5/1 Vm. dictirt Briefe, „Herbot“.

Nm. Kaufmann; über die standard Feuilletonisten BergerBahrSalten. Ähnlichkeiten und Unterschiede. Die Rede Bergers auf dem Friedhof, am Grabe der Frau Tressler, wie er sich an seinen Worten berauschte, bis Tressler fast hysterische Krämpfe kriegte und Leute sagten: „Er soll doch endlich aufhören.“― Salten am schlechtesten dran; er hat innerliche Kämpfe durchzumachen, da er Urtheil hat;― eine gewisse Fähigkeit der Sachlichkeit;― Bahr völlig ungehindert ― sein Urtheil ist (ganz ohne dolus) nur an die Person gebunden.―

― Um 6 Hr. Fritz Georg Antal (der mir nach dem Med. geschrieben und jetzt Vorträge über das Stück hält ― die ganz dumm sein sollen). Junger Mensch, 23 Jahre, Jude, blond,― Budapest, Iglau,― anfangs befangen; später gefaßter; nicht dumm; aber sicher ohne Talent; mit Vielseitigkeit posirend,― einiges „geistreiche“, nicht ganz unvorbereitet zum besten gebend, eben daran einen Roman zu beenden,― fühlt sich zu „allgemeinen Sätzen“ in der Unterhaltung gedrängt.

Um 7, mit Fieber zu Bett. Grippe.―