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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 12. November 1910, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1910-11-12.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FF07-F.

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Chronik

Samstag, 12. 11. 1910

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Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)

Fink und Fliederbusch, Manuskript

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Samstag, 12. November 1910

12/11 Vm. Probe.― Alles geht leidlich; nur Gerasch als Medardus kommt nicht hin wohin ich will. B. sagte während einer Scene „Was ich fürchte ist nur, daß man finden wird, Medardus sei ein uninteressanter Hamlet“. Ich: Lassen Sie den Gerasch den wirklichen Hamlet spielen, so ist der wirkliche gerade so uninteressant ― besonders wenn Shakespeare noch auf der Welt und lebendig wäre. B. gab es ohne weiters zu. Er gibt nemlich alles ohne weiters zu.― Stern, der Theaterplauderer vom Fremdenblatt ließ sich melden. B. spielt den darüber Verstimmten ― und gesteht gleich darauf zu, daß er ihn selbst herbestellt, um auf diesem Weg das Publikum auf den Med. vorzubereiten, und fragt mich, was er ihm sagen solle.―

Fuhr mit Thimig und der Bleibtreu im Auto heim. Da ich der Bl. auf der Probe etliches zur Auffassung ihrer Rolle sagte, kam heraus ― daß sie das Stück als ganzes (ohne Striche) ― noch gar nicht gelesen hatte!

― Nm. notirte ich etliches zu dem Stoff des Journalisten, der sich mit sich selber schlagen muß.―

Frau Hermine [Weinkes], „Freie politische Frauenorganisation“ wegen eines Vortrages.―

Heinrich Teweles mit Frau (früher Charlotte Bondy) zum Thee.―

Mit O. zu Mama. Julius Helene; Gustav. Mit Mama das Adagio Bruckner VII.―