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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 13. November 1908, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1908-11-13.html (Stand 6. 10. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FC2E-7.

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Chronik

Freitag, 13. 11. 1908

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Wiener Schnitzler
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Freitag, 13. November 1908

13/11 Vm. bei Wärndorfer. Er wollte aus dem Reigen den Dialog „Schauspielerin Graf“ aufführen, hatte schon die polizeiliche Erlaubnis, Rollen ausgetheilt ― und war höchst ungnädig, als ich die Erlaubnis verweigerte; angeblich besonders weil ers der Rossi versprochen.―

Nm. Frau Joh. Freund Bergmeister und Frl. v. Stockert-Meynert da, Einladung zur Aufführung eines Blindenstücks überbringen.―

Frl. Kipiany da.

Hr. Albert Ehrenstein, dem ich einiges über seine Skizzen zu sagen hatte; er äußerte wieder viel kluges.―

Bei Mama en fam. (ohne O., die bettlägerig war).

― Bahr reist herum, hält Vorträge über mich, schrieb mir neulich, auch dass ich letztes Heft „Morgen“ lesen solle, mit seinen Bemerkungen über „Weg ins freie“. Ich las sie; sie sind fabelhaft dumm. Im übrigen ist er in all seiner Unfähigkeit jemals irgend eine Sache klar, frei, rein anzusehen, ein wundervolles Exemplar Mensch.