Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 3. November 1906, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1906-11-03.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F96D-3.
3/11 Vm. mit Speidel Spazierg. Himmel Krapfenwaldl ― Grinzing.―
Nm. Hr. Schamann da sich bedanken (Aufruf für ihn unterschrieben, ― ohne mein Wissen, im Sommer, offenbar Grossmann, Knapitsch). ― Noch krank, halb gelähmt, herzkrank; dabei hoffnungsvoll und mit Plänen. Er erzählte mir allerlei über die Lumperein der „Alldeutschen“ (war früher Antisemit, deutschnational), wie sie ihn im Stich gelassen, begaunert, gepfändet; dann berichtete er allerlei unerfreuliches über Knapitsch (der jetzt beim alldtsch. Tagblatt).―
Am Roman. Durchlas das 7.; an dem noch viel zu machen sein wird.―
Mit O. „Bohême“. Nach dem Nachtmahl Speidels; Frau Sp. über die Faustprobe.―
Notirte etliches zum 8. Capitel.