Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 19. September 1894, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1894-09-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E8AB-F.
19/9 Mizi Rh. kam; die Patientin vom vor. Sommer. Sie war im Annenheim, wo sie mit Kaufmann’s (Mila K.) verkehrte. Die hatten mir schon von ihrer „Schwärmerei“ zu erzählen gewußt.― Ich merke wieder, dass ich eigentlich schüchtern bin.
Bei Mignon. Mit Hugo soup.― Dann bei Dilly. Sie weinte ― sei so viel allein! Ich starb vor Langeweile von ½11-1!― Stimmung beim Spazierengehen: geradezu ein Schmerz, all diese schönen Mädeln ― ungeliebt vorbeigehn zu lassen ― ab und zu entschliess ich mich eins anzusprechen.― Kommt’s zu einem Rendezvous, so bet ich ― dass sie nicht kommt.― Kommt sie, und „erringe“ ich sie ― so hab ich natürlich die vorgeschriebenen 3–4 Wochen Angst.―