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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 9. November 1880, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1880-11-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-DDCF-4.

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Dienstag, 9. 11. 1880

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Dienstag, 9. November 1880

9/11 Dinstag Abd.― Ging morgens fürbass nach dem Secirsaal, nahm dort ein Herz her und dicke Bände, hub an zu studieren. Da kam Heinrich hinter mir und sah mich ziemlich verdrossen sitzen und begann von einem Club der Idealisten zu erzählen, dem er und Sigmund beitreten; ich sollt’ es auch, der keiner Begeisterung mehr fähig sei. Stand auf und rannte ins Central, auf dem Weg attaquirten mich die Herrlein Berger und Jacques ― und nun saßen, aßen, rauchten wir denn mit einander dort. Plaudert auch mit dem in die Silesia eingesprungenen Richard T. Nach längrer Zeit erschien Ludassy; leider besteht jenes wirklich liebenswürdige Verhältnis nicht mehr zwischen uns wie früher.― Abend ging ich zu M.s. Plaudert einiges mit Fany. Ida soll der meinen geschrieben haben, sie hab dem Eugen nie gesagt, sie liebe ihn etc.; daher jener Brief nach München.― Kurz diese ohnehin unechte Liebe zwischen Eugen und Ida ist zu Ende.