Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 22. Mai 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-05-22.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-10E1-3.
22/5 Stockholm. Traum: in der Währingerstr. mit Kolap, bin erfreut, daß ich beim Heimkommen so wenig Briefe gefunden; sie etwas indignirt. Dann überlege ich, ob ich Abends (mit Cl. P.?) zusammen sein könnte ― schon am ersten Abend ― schwer;― die Eltern würden sich kränken (ich sehe Papa in der alten Burgringwohnung vor mir).―
Im Nord. Museum; müd.― Ins Büro von W. Singer, mit ihm und Frl. Teller kleine Besorgungen in der Nord. Komp. ― Mit beiden gegessen.―
Nachm. zu Dora Kohnberger.―
Mit W. Singer im Kino ― wo ich meine Ankunft ― Heraustreten aus dem Bahnhof, Gespräch mit Linden, Einsteigen in das Auto, verfilmt sehe.
Zum Kl. Theater;― Linden’s;― zwei Herren von der Dir. empfangen mich. Lerne die meisten Mitwirkenden kennen.― Aufführung Liebelei. Besonders Frau Karin Molander als Christine vortrefflich; im ganzen sehr anständige Vorstellung. Nach Schluß verbeugt’ ich mich auf der Bühne.
Bei Lindens gen.; mit W. Singer und Nordberger.