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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 25. April 1923, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1923-04-25.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-10C6-2.

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Chronik

Mittwoch, 25. 4. 1923

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Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Kempny Tagebuch

Hedy Kempny, Tagebucheintrag vom 25. April 1923

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

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Mittwoch, 25. April 1923

25/4 Gösing. Wieder trübes Wetter. Mit B. B. den Fußweg in den Erlaufgrund. Dotterblumen. Längs des Flusses gegen die Oetschergräben. Sitzen auf einer improvisirten Bank aus Baumstämmen. Wir schweigen viel. Plötzlich einander in den Armen. Sie weint „Ich liebe Sie sosehr“ … (Sie glaubt es wohl nicht einmal.) … ― Wir gehen zurück. „Jetzt reden wir aber von etwas ganz anderm.“ Der Serpentinenweg zum Hotel. Ich erzähle ihr, wie versprochen, den „Verführer“, Inhalt. Schwül, ermüdend. Oben angekommen, hat sie wieder über 38.― Wir speisen zusammen; nachher ruht sie aus;― Caffeehaus, sie begleitet mich zur Bahn;― ich reise nach Wien, lese Carlyle weiter.

Nachtm. auf der Westbahn.