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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 14. März 1922, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1922-03-14.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F2F-1.

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Chronik

Dienstag, 14. 3. 1922

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Dienstag, 14. März 1922

14/3 Vm. Passvisa durch Frl. Szupinsky.―

In der „Symphonia“ (wo meine Nichte Annie Hauptkraft) ― mit dem Chef Ernö Strasser, der mich gebeten;― über eine Feier im Mittl. Concerthaussaal zum 15. Mai.―

― Im Burgth.― Wildgans sehr erregt über einen pamphlet. Artikel des kleinen Kraus anläßlich der Pariser Molière Feier, wo W. und Auernheimer Delegirte waren; er lieh mir das Heft … Erregt auch über Vetter, Competenzstreitigkeiten; … ich las ihm (und Molitor) aus eben erhaltnem Brief Heinr. Manns eine Stelle übers Burgth. vor; … W. spricht von der Clique, die das Bth. heruntersetze, an deren Spitze Hugo stehe, als Parteimann Reinhardts.― Mit Molitor Medardus Besetzung.

― Bei Julius’ zu Tisch.―

Nm. Prof. Josef Körner (der das Buch über mich geschrieben) ich sagte ihm alles anerkennende; fand die Addition falsch;― er gab es zu … aber … er hätte bei … seiner großen Verehrung für mich,― das Schlußcapitel könnte allzu enthusiastisch werden und so habe er absichtlich gedämpft … (Sonderbar, dieses Bedürfnis, das irgendwie auch mit K.s Judentum zusammenhängt.) Immerhin bleibt er einer der wenigen, die mit tiefer eindringendem Verständnis über mich geschrieben haben.

― Dann zu Saltens, wo Tressler; S. las mir ein hübsches Feuilleton über ein Tressler’sches Kaffeehausgastspiel (ohne Tr. Namen) vor.―