Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 2. November 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-11-02.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0EAB-5.
2/11 Brief von O. ― nur eine Einlage: ein Aviso von der deutschen Bank, daß sie am 27. Oct. die 7000 M. für O. angewiesen erhielten; das Datum dreimal unterstrichen ― als wär ich Schuld!― Bekam physische Herzschmerzen.―
Bei Gisa. Hierüber und andres. Schermanns merkwürdige Schriftdiagnosen, alle zutreffend.―
Bei Popper, der physisch sehr decrepid; aber geistig frisch.― Die Haushälterin beklagt sich (nicht mit Unrecht scheint’s) über Ludwig G. und Frau.― Bei Heller eine Winterweste für ihn besorgt.―
Nm. zu Salten’s; wo der Berliner Musikkritiker Leopold Schmidt und Frau. Allerlei von Richard Strauß u. a.―
Karl Menger; erzählt mir von seinem holl. Aufenthalt;― seinen mathem. Studien; liest mir eine neue Scene zu seinem Stück vor (zwischen Johanna der Päpstin und dem Ketzer). Begabter, vielleicht genialischer Mensch;― mit Sonderlings- und größenwahnsinnigen Zügen.―