Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 19. Mai 1921, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1921-05-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0E04-1.
19/5 Früh Ruth Lindberg; Daumenmassage.―
Dictirt Briefe.―
Nm. Frau Helene Binder; wir saßen im Garten;― sie erzählte ihre traurigen Familiengeschichten; erkundigte sich nach dem Stand meiner Dinge.―
Lili und ich begleiten sie zur Tram;― mit Lili spaziere ich noch ein wenig;― sie spricht von Frau Schm. (die sich etwas lächerlich auf die Katholikin hinausspielt); die erzählt, daß sie „geweihte“ Zweige da oder dort verwendet, und meint … „Ein Zweig ist doch schon dadurch genug geweiht, daß er wächst ―“ ―
N. d. N. telef. Dr. Geiringer, daß die Sache „günstig“ stehe, dass O. wahrscheinlich nicht zu den Versöhnungsversuchen werde hermüssen … Was alles „günstig“ heißt in gewissen Lebenslagen.