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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 9. September 1919, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1919-09-09.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0B9A-B.

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Chronik

Dienstag, 9. 9. 1919

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Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Hedy Kempny an Arthur Schnitzler, 9.9.1919

Quelle: Hedy Kempny und Arthur Schnitzler: Das Mädchen mit den dreizehn Seelen. Eine Korrespondenz ergänzt durch Blätter aus Hedy Kempnys Tagebuch sowie durch eine Auswahl ihrer Erzählungen. Hg. v. Heinz P. Adamek. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1984. (Neue Frau)

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Dienstag, 9. September 1919

9/9 Vm. mit Frau Lichtenstern herum, auch beim Gärtner. Die üblichen Fragen der Dreißigjährigen. „Was darf man vom Leben verlangen?“ U. s. w. Viel über Stephi.

Nm. reiste sie ab.

Tiefe Melancholie ― etwa wie nach M. R.s Tode ― aber um zwanzig Jahre später.

Die kleinen Unheimlichkeiten des Lebens: Wie ich, mit Frau Vilma spazierend, Charles W. begegne, ganz grau und verbauert; flüchtiger Gruß.― Sein (O. W.s) Sohn, jetzt Besitzer des Thalhofs, soll eben daran sein, sich von seiner Frau zu trennen, die ihn mit seinem Bruder betrügt.―

Die alte Baronin Vetsera, hexenhaft, uralt, mit dem Rad durch die Herbstlandschaft geisternd, am Zaun des Kurhausparks vorbei. Mehr als 30 Jahre ― daß sich der Kronprinz mit ihrer Tochter umbrachte ― mit den Habsburgern ists vorbei ― sie radelt noch durch das alte Revier.―

Abendspazierg., auf dem sich ein flüchtiger Bekannter Weinhändler Gottscho aus Frankfurt anschloss, und wir auf der Brücke politisirten.