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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 6. Dezember 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-12-06.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A86-2.

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Chronik

Freitag, 6. 12. 1918

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Freitag, 6. Dezember 1918

6/12 Regelmäßige Überschrift in den Ztg. seit ein paar Tagen „Wien vor der Katastrophe“. Stimmung danach.―

Begegnung mit Jul. und O. Ludaßy;― nette Plauderei über die Möglichkeiten der nächsten Zeit;― ein heimkehrender Soldat, gewiegter Plündrer, hat ihr Gegenmaßregeln anvertraut.

Zu Speidel. Lehnte sein Stück in durchaus freundlicher Weise ab. ― Polit. und locales Gespräch mit ihm Else und Elschen.― Theater auf unbestimmte Zeit geschlossen.― Bahnverkehr dürfte ganz sistirt werden. Elektr. Licht vielleicht auch gänzlich.― Die ungeheuerlichen Erpressungsmanöver der Tschechen. Entente und Wilson.―

Nm. am Weiher.―

Mit Heini Beethoven Cl. Conc. 1.―

Las Hans Müller’s Schöpfer. Doch wohl mehr als ein nur „geschicktes“ Stück;― Talent, sudermännisch ―, aber über ihn hinaus. An Takt und Geschmacklosigkeiten, besonders gegen Schluss kein Mangel, und die nazarenische Anbiederung am Schluss widerlich. Amüsant und schmissig.