Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 30. August 1918, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1918-08-30.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A24-1.

Download

Chronik

Freitag, 30. 8. 1918

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Weiteres

Freitag, 30. August 1918

30/8 Regen.― Liesl recht erholt. Sprach mit ihr über O.― Sie kennt sie so gut! Wurzel ihres Wesens: Eitelkeit. Dabei ganz kindhaft. (?) ― Impulsiv-genial; aber ohne Ausdauer.― Nun da Walter ihr abgeredet, ist sie mit der Theatercarrière wieder so gut wie fertig.― Erblichkeiten. Sonderbar daß Liesl ihr neulich genau dasselbe sagte wie ich gestern: Züge der Mutter.― Mein Brief wirkte sehr gut; sie kam in Thränen zu Liesl.

― Lese Thomas Manns „Gedanken eines Unpolitischen“.― Er setzt sich mit dem Civilisationsliteraten auseinander, Typus: sein Bruder Heinrich ― den er nicht nennt aber citirt. Lange amüsante Unterhaltungen mit O., an ihrem Bett, wie in unsrer besten Zeit.―