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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 11. September 1916, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1916-09-11.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0757-B.

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Chronik

Montag, 11. 9. 1916

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Wiener Schnitzler
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Montag, 11. September 1916

11/9 Früh nach Salzburg. Europe. Nm. um 4 kam O. aus Tutzing zurück; erwartete sie oben, beim Grenzschutz.― Wir waren beide sehr froh uns wiederzuhaben. Im Hotel erzählt sie mir. Liesls Befinden recht mäßig, sie spricht viel von ihrem Ende, aber ist doch eigentlich recht guter Dinge. Viele Menschen, Paul Marx, unser lieber alter Paul, der sich gleich geblieben, Frau v. Jacobi (des Schauspielers Wittwe), Frau Feiks (die O. zum Singen begleitete), Hr. v. Pidoll (ebenso), Casimir Edschmid, ein junger hoffnungsvoller Dichter. Expressionismus. Edschm. und der Jüngsten erklärtes Motto: „Wir erwarten nicht den Erfolg, wir proclamiren ihn.“ Die Reclamearbeit der jüngern Verleger (Kurt Wolff vor allem).― Mein Eindruck: Bei unsereinem war die Wurzel: das Erlebnis;― bei diesen ― der Betrieb.― Meine liter. Stellung hätte ich mir durch ― K. d. W. gewissermaßen verschlechtert (bei einer gewissen Clique ― wo ich mir in den nächsten Jahren durch jedes neue Werk meine Stellung „verschlechtern“ werde).― Hier sind ewige Gesetze wirksam.― ― Die Verpflegungsverhältnisse in Tutzing sehr gut. Die Kriegsstimmung wie es scheint besser als bei uns.―

Nach dem Nachtm. Hr. Scheyer.