Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 5. Februar 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-02-05.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-050F-F.
5/2 Dictirt Briefe, „Wahnsinn“.―
Nm. alte Briefe geordnet.― Am „Wahnsinn“.
„Klein Eyolf“ wiedergelesen, mit den Vorarbeiten. War mir vollkommen unleidlich. Ibsens Irrtum (oder Ausrede) der letzten Lebensjahre: dass nur eins zugleich gethan, erlebt, gefühlt werden kann. Allmers muss „entweder“ sein Buch schreiben ― „oder“ seine Frau besitzen ― „oder“ sich seinem Sohn widmen.― Rubeck hat die Statue machen müssen ― „daher“ hat er keine Liebschaft mit dem Modell! Um wie viel schöner wär sein Werk geworden! ― wenn Irene seine Geliebte gewesen wäre.― (Und doch trotz Schwächen der Alterswerke bleibt Ibsen ein Ganzgroßer, und nur der Snobismus spielt gegen ihn heute Strindberg aus.)