Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 19. Mai 1913, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1913-05-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-029E-0.
19/5 Früh Besorgungen Stadt. Traf Louis Friedmann (zum ersten Mal seit „Hofreiter“) ― sehr grau, gegen Alter und Tod eingenommen, und irgendwie charmirend. „Man sollte mehr Kinder haben …“
Dictirt Briefe.
― Nm. Wera Specht, mit O. über gemeinsame Concerte. Über Mahler, Alma Mahler u. a.―
Kino „Heimat“. (Psylander.) ―
Zum Nachtmahl Fritz Zuckerkandl. Über die Universitätsraufereien zwischen Deutsch- und Jüdisch Nationalen. „Waidhofnerbeschluss.“―
O. sang ein wenig.―
Kellermanns „Tunnel“ mit besonderm Vergnügen ausgelesen. Wohl etwas schwindelhaft aber genialisch. Colportage ― aber Kraft ― Wie viel Talent gibts doch in der Welt. Es wäre eine „Freude zu leben“, wenns nicht noch viel mehr Gemeinheit gäbe.―