Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 27. Juni 1910, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1910-06-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FE7D-C.
27/6 Vm. mit O. „Schulausstellung“; in der Villa.―
Mit Mama nach Tisch ein Mozart Quintett. Gisela zu Besuch; sehr nervös; über Mamas psychische Zustände.― In Plänen herum.
Spazieren, Rathauspark; Volksgarten; Hajek und der brasilianische Gesandte.―
Um ½8 Burg; Conferenz mit Lefler und Berger bis ½11; über decorative Ausstattung und Inszenirung des Medardus; sehr anregend. Bastei wahrscheinlich erhalten. Drehbühne; ― Bastei als Intermezzo. Ferner über Kritik (auf die B. nun sehr übel zu sprechen) Salten, Kainz etc.
Daheim ein Brief von Poldi Andrian, mit deutlichen Convertirungsabsichten; ich sei doch wohl „ein zum Christentum prädestinirter“.― Sonderbarer Geisteszustand; gewiß ein Ineinanderspielen von aufrichtigen und lügenhaften Elementen.