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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 31. Mai 1909, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1909-05-31.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FCF5-5.

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Montag, 31. 5. 1909

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Montag, 31. Mai 1909

31/5 Pfingstmontag. Vm. Tennis, mit viel Animo.

― Nm. flüchtiger Blick ins W. L. und ausgeruht. Brahm kam. Las ½6-9 ihm und O. W. L. vor. Er schien im ganzen nicht viel Gefallen daran zu finden, wenn er auch das neuartige drin zu spürenbehauptete. Insbesondre fand er die Exposition altmodisch, und die Zusammenhänge waren ihm nicht klar. Später, im Reden drüber, wurde er wärmer. (Er war übrigens gestern lang auf und sehr müd gewesen.) ― Klar scheint es (auch ihm) daß für die Hauptrolle nur Kainz in Betracht kommt. (Bassermann geht nächste Saison zu Reinhardt.) ― Aber ob Kainz zu ihm (Brahm) kommt, und auf wie lang ―?― Olga fand das Stück sehr gut und war im 5. Akt zu Thränen ergriffen.― Mein Eindruck: Exposition matt, noch manches schnarrende im Dialog ― als ganzes mein bestgebautes Stück, eine glänzende und so gut wie neue Hauptgestalt, inhaltlich viel zukunftweisendes; in Nebendingen manches conventionell und billig.―