Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 15. September 1908, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1908-09-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FBF3-8.
15/9 Dornbacher Park, Hameau allein. Schöner Herbsttag.―
Schlechte Stimmung.―
Nm. Grethe dictirt Briefe; Einakterpläne, Sibylle-Plan.
Grethe zum Nachtmahl; später Fleischer und Erna.― Domino.―
― Kritiken. Servaes im Blaubuch, der mir brieflich für den „schönen Roman“ gedankt, köterhaft; knurrig, beißerisch, dann wieder leckend. Interessant darin die Stelle, dass die lautesten öffentlichen Lober sich in engerm Kreise ganz anders äußern;― was nur auf Salten oder Auernheimer (oder beide) gehn kann.― Wie angeekelt ich bin, läßt sich kaum sagen.― Manches sehr hübsche, verständnisvolle ist freilich auch erschienen ― meist von Leuten, die noch nicht einmal so weit sind, dass sie neidisch sein dürfen.