Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 30. Dezember 1906, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1906-12-30.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F9A6-1.
30/12 S. Spazierg. allein Pötzleinsdorf Salmannsdorf.―
Mittag Frl. Mell und Dr. Mell bei uns. Mell aus Berlin da.
― Mit O. Lieder durchgenommen.
Speidels kamen; sie: ich lad Euch nur mehr allein … Ich wäre obwohl Kainz doch „um mich geworben“ kühler gewesen als je. (Stimmt.) Kainz habe schon neulich ganz richtig gesagt. Ihr werdet sehen, nie komm ich mit diesem Sch. zusammen ― obzwar ich ihn lieber habe als die meisten andern … und wenn wir einmal versuchen, so wirds sicher eine Meinungsverschiedenheit bis zum Zank geben.― ― Ich kann K. gegenüber nicht aus mir heraus. Offenbar weil ich fühl, dass meine Sympathie für ihn viel stärker ist als seine für mich. Und dann aus einer gewissen psych. Impotenz des Entgegenkommens.―
Notizen am Roman.