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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 23. Dezember 1902, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1902-12-23.html (Stand 30. 6. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F3F1-2.

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Chronik

Dienstag, 23. 12. 1902

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Eugen Deimel an Arthur Schnitzler, 23.12.1902

Quelle: Heinz P. Adamek (Hg.): In die Neue Welt... Arthur Schnitzler - Eugen Deimel. Briefwechsel. Holzhausen Verlag: Wien 2003

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Dienstag, 23. Dezember 1902

23/12 Vm. spazieren PötzleinsdorfNeuwaldegg.

Nm. Osk. Friedmann, wünschte für seinen Bruder Reigen zu Weihnachten; ich lieh ihn.― Über Altenbergs Existenz der 8 Uhr Abd. aufsteht, Briefe an Huren schreibt und erklärt, diese seien das höchste der Cultur.

Mit Mama bei O. Mama war ziemlich entzückt von ihr und möchte dass wir uns heiraten.― (Und ist gegen ihre Carrière.) Bei O. Gespräch im Anschluss daran. Dass künstlerische Bethätigung zu ihrem Leben unbedingt gehöre. Das wesentliche in uns nimmt alles übrige auf, assimilirt es sich. Sala (in meinem Stück): Das Wesen des Künstlers keine Geheimnisse haben können, keine haben dürfen. Seine immanente Sehnsucht, alles auszudrücken. Auch der Maler, wenn er eine Landschaft malt, plaudert ein Geheimnis in seiner Sprache aus; es ist nicht seine Schuld, dass wir nicht wissen, mit wem er heut Nacht geschlafen hat.

Ich liebte sie sehr; schämte mich ein wenig der Stimmungen, in denen ich nicht weiss, dass sie mein Glück vorstellt.