Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 18. Oktober 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-10-18.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EB97-2.
18/10 S. Bic. ― Burckhard,― Minni, Frau Wärndorfer und August.― Rohrerhütte.― Regen.― Mittag Bettelheim; wo Brahm, später Burckhard.― Burckh. sagte dem Brahm: ich hab dem Dr. Sch. gesagt, ich gratulir ihm ― und beneid Sie ums Freiwild. Ich lenkte das Gespräch ab da es mir in der letzten Zeit direct peinlich ist wenn vor mir über mich gesprochen wird.― Habe gegenüber Burckhard, besonders wenn wir uns ansehen die Empfindung, „wir können nicht so eigentlich zusammenkommen“; u. zw. glaube ich: alles ist bereit; nur dass er (dem Wesen nach) Christ und ich (ebenso) Jude, hindert.―
Soupirt mit Brahm, Hirschfeld, Salten, Schwarzkopf, Hugo, Devrient, Thimig, lustige Geschichten von Gabillon.― Im Kfh. Altenberg und seine Gemeinde von der wir, besonders ich (Lotte Gl. erzählte mirs oft) unsäglich gehasst werden.