Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 10. August 1893, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1893-08-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E718-6.
10/8 Mittag Mz., weinend, aufgelöst. Sie kann nicht fort, sie wird verrückt, sie muss einen Hoffnungsstrahl haben;― daß ich sie in 2, 3 Jahren nicht als Geliebte ― als Sklavin nehmen solle; ich binde mich nicht, ich könne sie wieder hinausjagen; aber so kann sie nicht leben, ohne Schimmer. Ich: Du kannst nicht im Ernst glauben, daß ich [den] von P. und R. beschmutzten Leib u. s. w.― Da verhüllt sie ihr Gesicht und ringt die Hände: Was wirst du thun?― Ich: Es gibt andre Weiber.― Sie, jammernd, mich umschlingend: Nein, es gibt keine ― Da kann ich nicht weg! Ich hab ja keine Sekunde Ruhe.
Abds. Fifi da.― „Bettgespräche.“