Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 5. September 1891, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1891-09-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E45A-F.
5. 9. ― Mit Mz. in Mödling.― Sie war von einer unendlichen Zärtlichkeit ― Im Gasth.― Warum kannst du mich nicht glücklich lassen. Ich erklärte es ihr wieder, wie mitten in meinem Glück jene andern aufstiegen, der Gedanke daß ich meine Erinnerung zu theilen habe ― daß auch sie sich erinnern müsse.― „Ich erinnre mich an nichts! Was hat denn noch Raum in mir als du du du!―“ Dann ― „Du sei nicht bös ― aber ich bin so glücklich!“ Dann ging sie zum Dir., sie gastirt Montag als Alma, was mich wieder wüthend machte. Ich schimpfte ― sie bat, flehte, schluchzte, lag mir am Hals. „Mein einzig Streben ist es dich glücklich zu sehn, und immer muß ich dich gegen meinen Willen kränken ―“ Darauf ich: Damit hättest du schon vor vielen Jahren anfangen müssen.―