Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 24. Juli 1891, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1891-07-24.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E42F-0.
24. 7. Mit Salten nach B. ― Zu Mz. ― Abends spielte sie eine sentimentale Rolle, Thekla in Nestroy’s Mädl aus der Vorstadt ― schlecht!― Regen, Wind. Mit ihr und Mutter herum.― Ich sagte ihr: Nun, man kann Ihnen nicht lauter Alma’s schreiben. (Darauf anspielend daß sie diese Rolle viel besser spielt.) Sie wüthend. Ich weiss, daß sie brav ist, sie brauch sich diese ewigen Quälereien nicht gefallen zu lassen, und besonders jetzt, wo sie die Vergangenheit so quält, daß sie sich schon erschießen möchte.
― Dann wurd es wieder gut ― ich quäle sie oft überflüssig und gemein, es ist wahr, und nach allem, was ich weiss, sehe, höre, ist sie so absolut brav jetzt ―