Freitag, 28. Februar 1930

28/2 Wie täglich Morgengespräch mit Suz.

Besorgungen in der Stadt.― Sehr mäßiges Befinden,― besonders das Ameisenlaufen im l. Arm und unsichres Gehn auf der Straße.

Zu Tisch bei Julius und Helene, die morgen Riviera fahren.―

Nm. las ich Ferd. „Bruckner“sCreatur“.― Gewiss das was man „Talent“ nennt; aber welche Affectation, welche Ordinärheit, welche Verlogenheit. Schlimmer noch die Urtheillosigkeit, der Opportunismus, die Scrupellosigkeit eines Reinhardt und der Höflinge um ihn.―

Z. N. C. P. und die Hofrätin Z. Allerlei Theater- und Politik-Klatsch: Die Burgth. Candidatur Wildgans;― Aslan’s Schulden und andres;― Schober’s Reise nach Frankreich (nächstens); F. S.s „Undankbarkeit“ u. s. w.―