Samstag, 16. April 1927

16/4 Vm. Bermann (Höllriegel) Berichte über Hollywood. Analphabetismus der Leute. So bekannt ich bin ― keiner kennt was von mir. Ein oder zwei Interessenten (die aber auch nichts kennen) Adolph Menjou ― möchte sehr gern was von mir spielen (natürlich Anatol).― Allerlei Amerikanisches.― Dass ich mich an die Ges. der Filmsch., resp. seinen Freund Schröder nicht binde, findet er höchst richtig.― Er glaubt, in 1-2 Jahren müsse drüben meine Zeit kommen. Räth mir doch hinüberzufahren.―

Olga, die heute früh aus B.-B. ankam; wohnt Pens. Peter (Peter Jordanstraße).― Sie speist da.―

Nm. R. L. Behandlung.―

Später wieder O.; Bloch etc.

Z. N. bei C. P.; wo die Hofr. Z.― Geschäftliches;― Géraldy, die Übersetzung von toi et moi durch C. P.;― animoses Benehmen Zsolnays.― Stimmung von C. P. wieder ganz herunter, weil O. da.― Übrigens will ihr nichts gelingen: Der Roman auch von S. Fischer refusirt;― das Volksstück liegt vorläufig bei der Preisconcurrenz;― die „Mimi“, bei Horch, Geyer (Josefstadt) ― ohne Antwort;― die letzten Novellen bei Ullstein alle refusirt;― die Wohnung nicht anzubringen;― der Smaragdschmuck (nun in Berlin) unverkäuflich u. s. w.― Ich blieb nach Fortgehn der Hofr. noch eine Stunde. Es wurde ohne Freundlichkeit geschwiegen.―

― Habe Brandes II. Bd. Hauptströmungen ausgelesen (Byron);― lese Chledowski Rom Barock;Babel, die rothe Reiterarmee;― SchlegelSchiller Briefwechsel, Loos, Gentlemen prefer blondes und allerlei andres.―