Samstag, 10. November 1923

10/11 Aerger auf allen Seiten: Brief von Feilchenfeld (Ausw. H.) ― ― von Dr. Rosenberger keine Nachricht (Sache Harz); Fischer stellt überhaupt Zahlungen ein;― Menschen über Menschen, die man sehn soll, manchmal sogar will. Mein Vermögen in Friedensmark bei Feilchenfeld ― 8.800.― An solchen Ziffern sieht man die Verarmung.―

Dict. Verf.

Mit Lili gleich nach Tisch Bürgertheater, wo Heini in einer Vereinsvorstellung den Pylades recht gut sprach und spielte. (Duschinsky Orest, Charlemont Iphigenie.) ― Herterich gesprochen, der als Director viel Sorgen hat. (Ich verlor meinen Hut im Theater ― wie vor etwa 50 Jahren in der Oper bei Figaro, was mein erstes Gedicht zur Folge hatte.)

Z. N. bei Spechts, wo Alma, Werfel, Casella und Frau, Friedell und Frl. Geßner, ihre Schwester Bukovics-Edthofer.― Mit Werfel und Alma über die immer schamloser werdenden Betrügerein der Verleger (Alma erhielt im Sommer für die Aufführung sämtlicher Mahler’s in der ganzen Welt von Hertzka (?) 250.000 M. ― an einem Tag, wo eine Tramfahrt schon 300.000 kostete …) ― Alma erzählte von einem schönen Brief den sie von O. bekommen.