Dienstag, 27. Dezember 1921

27/12 Dictirt ― hauptsächlich einen nicht zum Absenden bestimmten Brief an O.,― der eine „schematische“ Darstellung, mehr zu meiner Beruhigung enthalten soll,― vor allem gegen ihre Auffassung, „man nehme ihr zu Unrecht das Kind“!!―

Nm. kommt wieder eine Karte ― Lili bittet, ich solle mit Heini zu Sylvester kommen, und O. schreibt innig daran ― ― Sie möchte jetzt ― und spürt das widersinnige nicht ― eine Art Familienfest in Salzburg feiern. Nein, wie bequem ist das Leben, ohne Phantasie.

Nm. am Verf.

Mit Heini n. d. N. eine Brahms Serenade.

Neulich passirte uns mit einer (I.) Schumann Symph. das gleiche wie kurz vorher mit Mendelssohn: diesmal Drang zu Haendel.―

Las die Specht’sche Erzählung (Florian Kestner) zu Ende; schlecht.