Donnerstag, 31. Oktober 1918

31/10 Berichte über die gestrige Sitzung des Nationalrats, irgendwie beruhigend.―

Dir. Bernau tel.;― da Censur so gut wie aufgehoben, will er sobald als möglich Bernh. spielen … Erfreulich ― aber etwas kostspielig: Weltkrieg und Revolution,― damit ― diese Aufführung in Wien möglich wird!―

Zu Salten. War gestern mit Gf. Czernin und Wassilko zusammen; die ihn hinsichtlich der Sicherheitsverhältnisse, besonders Cottage sehr beunruhigt haben (Das Militär von der Front, Arbeitslose, Hunger, Mob) ―; er erwägt mit mir allerlei. Je besorgter die andern werden, umsoweniger bin ich geneigt, all diese furchtbaren Möglichkeiten zu glauben.― Über den Kaiser, der die Situation noch immer nicht eigentlich versteht.―

Zu Speidels.― Er war gestern bei einer Familie in D., wo auch Panik-Stimmung herrschte.― Neulich eine Versammlung bei Horchs, von Cottage Villenbesitzern, Sicherheitsberathungen.― Mancherlei komisches. Herr D.;― der seine Bilder im Thurm einer Kirche in Sicherheit bringen will.

Nm. am „Weiher“.―

Mit Heini Berlioz Symph. phantast.