Dienstag, 17. April 1917

17/4 Vm. bei Ludaßy’s. Er erzählt mir die Geschichte seines Bruchs mit Theodor Herzl. Fr. Gustav Frid.―

Zu Tisch Stephi. (Über MimiHelene. Ihr Gatte stellt ihr frei, zu wählen, zwischen ihm und Mimi. Nur psychisch!)

Am Fldb.

Zum Thee Björnson, Stephi, Jacob. Björnson sehr lebendig, feuilletonistisch, amüsant, nicht verläßlich, erzählt von seiner Audienz bei Kaiser Karl („Ich werde zu Ihnen kommen Ihnen sagen, was Ihnen andre nicht sagen.“ Der Kaiser: Ja, kommens nur, wird mich sehr freuen.); spricht sehr schlecht über Kaiser Wilhelm ― „Die Hohenzollern fort ― und in einer halben Stunde der Friede“ citirt er von einem Socialisten.― Er will das Volkstheater hier übernehmen mit Stefan Großmann; auf meine Frage: „Warum nicht allein“ ― läßt er Gr. so ziemlich fallen.―

Jacob spricht sich zu uns über seine Ehe aus; Julie, ihre Wiese, mit der sie ihn hält; Prozesse, Briefe, Thorheiten.―

Vor Björnson erschienen ungebeten Trude Herzl mit ihrem uns unbekannten Bräutigam Neumann, was komisch wirkte ― besonders auf Stephi und mich.―

Mit O. bei Speidels. Else erzählt uns von der Schweiz; auch allerlei schauspielerisch-erotisches.―

Mit Heini Beethoven op. 18, 2.―