Donnerstag, 25. Mai 1916

25/5 Vm. Notizen zur Autob.

Arthur Kaufmann gegen Mittag; über den Krieg besondres und allgemeines.

Mimi und Stephi zu Tisch.―

Grethe Kainz erscheint plötzlich, recht hübsch aussehend.―

In die Volksschule Schulgasse, Religionslehrer Toch, wegen Lili. Er hatte zufällig gerade vor ein paar Tagen meine ges. W. gekauft und war von dem Zusammentreffen sehr berührt.

Abends Barnowsky („Troerinnen“). Frägt nach meinem Stück.― Sein Leiden unter Bassermann, durch dessen Hörigkeit gegenüber seiner theaterwütigen Frau.― Über Richard; Fragen; allgemeinere Antworten. Wesen des Dichters. Stich von Dilettantismus in jedem (bei mir zu viel). O. spricht von den schönen Brahm Briefen, meinem Verhältnis zu ihm, was Barn. sichtlich etwas eifersüchtig macht und zu intellectuellen Anstrengungen veranlaßt. Übrigens beweglich und unterhaltend mit guten dramaturgischen Instinkten wie immer. Über Sternheim etc.― Er bleibt fast bis eins. Viel über den Krieg.―